Psychotherapeutische Begleitung bei ME/CFS

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Das Leitsymptom ist die Post-Exertional Malaise (PEM) – eine deutliche Verschlechterung der Symptome nach körperlicher, kognitiver oder emotionaler Belastung. Psychotherapie dient nicht der Behandlung der Grunderkrankung, kann jedoch eine wertvolle Unterstützung sein, um mit den erheblichen psychischen, emotionalen und sozialen Belastungen der Erkrankung umzugehen.

Ein zentraler Bestandteil der Begleitung ist die Unterstützung beim Pacing, also dem bewussten und individuellen Umgang mit den vorhandenen Energieressourcen. Die Therapie orientiert sich an Ihrer aktuellen Belastbarkeit und wird so gestaltet, dass Überforderung vermieden wird. Je nach Bedarf können Sitzungen in Dauer oder Umfang angepasst werden oder auch online stattfinden.

Als tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin begleite ich Sie dabei, die seelischen Auswirkungen der Erkrankung zu verstehen und zu verarbeiten. Gemeinsam betrachten wir, wie ME/CFS Ihr Erleben, Ihre Beziehungen, Ihr Selbstbild und Ihren Alltag verändert hat. Es geht darum, Raum für Trauer, Unsicherheit, Ängste oder den Umgang mit Verlusten zu schaffen und individuelle Wege zu entwickeln, trotz der Erkrankung psychische Stabilität und Lebensqualität zu erhalten.

Mir ist besonders wichtig, Ihre Beschwerden ernst zu nehmen und meine psychotherapeutische Arbeit am aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu ME/CFS auszurichten. Die Erkrankung wird dabei als körperliche Erkrankung anerkannt. Psychotherapie kann ME/CFS nicht heilen, sie kann jedoch helfen, den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern und die seelische Belastung zu verringern.